''Politik heisst Mehrheiten zu organisieren''
Aus dem Wahlkreis Mit diesem Grundsatz leitete Dr. Rainer Stinner, außenpolitischer Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, seinen Besuch beim VBI Büro Dr. Linse Ingenieure GmbH am 16.07.2010 in München ein. Der promovierte Betriebswirt ist seit 1976 Unternehmensberater und unterstützt auch junge Unternehmer beim Aufbau der Geschäftstätigkeit. Mit diesem beruflichen Hintergrund sieht sich Dr. Stinner als Transmissionsriemen zwischen Politik und Wirtschaft und steht als engagierter Mittelstandsvertreter dem Freien Beruf nahe.
v.l: Dr. Schmiedmayer, Dr. Linse, Dr. Stinner, Knallinger, Albrecht
Dr.-Ing. Diethelm Linse, Gründer und Senior Partner der Ingenieurgesellschaft stellte den Wirkungsbereich und die Organisationsstruktur des Büros vor und seine 4 Partner hatten Gelegenheit, ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkt als konstruktive Planer, Prüfingenieure und Öffentlich bestellte Sachverständige im Bauwesen dem Besucher zu vermitteln. Auch wurde die wichtige Funktion eines mittelständischen – unabhängigen Büros als Berater und Unterstützer eines Bauherrn bei komplexen Bauaufgaben erläutert.
Mit ca. 30 Mitarbeitern ist die Ingenieurgesellschaft insbesondere auf dem Gebiete der Tragwerksplanung, der Prüfung im Massivbau und Holzbau, mit Planungen im Wasserund Kraftwerksbau und in der Begutachtung und Sanierung von Bauwerksschäden tätig. Als Gast hatte Gert Karner, der Vorsitzende des VBI – Landesverbandes Bayern, Gelegenheit, Herrn Dr. Stinner den Berufsverband VBI vorzustellen und die Dualität von Kammern und Ingenieurverbänden zu erläutern.
In einem ausführlichen Dialog zusammen mit den Partnern der Dr. Linse Ingenieure GmbH wurden berufsständische Anliegen diskutiert:
- Die Notwendigkeit des grundsätzlichen Erhaltes der Honorarordnung, die längst überfällige inhaltliche Überarbeitung und Anpassung an die veränderten bautechnischen Anforderungen und an die technologische Entwicklung
- Der wirtschaftlich unvertretbare volkswirtschaftliche Aufwand bei zahlreichen VOFAusschreibungen und die in vielen Fällen unsinnigen Einschränkungen des potentiellen Bieterkreises durch fachlich ungerechtfertigte Anforderungen
- Die nicht unproblematische Bachelor – Master Umstellung der Studiengänge
- Die Forderung der Ingenieure den „Dipl.-Ing.“ als Marke und Gütesiegel beizubehalten
- Der Mangel an Nachwuchs an Ingenieuren im Bauwesen, der auch einer verringerten Einkommenssituation zu vergleichbare Berufen geschuldet ist
- Der massiv angestiegene Einfluss von Juristen und Kaufleuten im Bereich der Vergabe von Ingenieurleistungen zu Lasten einer fachgerechten Qualitätsbeurteilung (fehlende fachlich kompetente Ansprechpartner seitens des Bauherrn).
- Die Zulassung des Freien Berufes als Öffentlich bestellte Vermessungsingenieuren für das Liegenschaftswesen im Freistaat Bayern

v.l.: Dr. Linse, Dr. Stinner, Karner Bei einem Rundgang durch das Büro wurden Herrn Dr. Stinner herausragende Projekte aus dem Bearbeitungsspektrum der Dr. Linse Ingenieure GmbH vorgestellt.
Auf Nachfrage beim Imbiss mit der Bürobelegschaft stand Herr Dr. Stinner Rede und Antwort u. a. zu den außenpolitischen Brennpunkten Afghanistan-Einsatz und Hochseepiraterie. Durch den Besuch wurde Herrn Dr. Stinner ein Einblick in die Arbeitsweise, die Herausforderungen und Sorgen eines Berufstandes ermöglicht, mit dem er sich in dieser Ausführlichkeit noch nicht auseinandergesetzt hatte. Abschließend gab er die Zusage, den Ingenieuren gerne weiterhin als Ansprechpartner und als Vermittler in speziellen Problemfeldern zur Verfügung zu stehen.
